Die Berliner Mauer – Erinnerungsort der Teilung

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Mehr als 28 Jahre stand die über 160 Kilometer lange Berliner Mauer zwischen Ost- und West-Berlin und trennte die Verbindungen im Gebiet Groß-Berlins zwischen dem Ostteil („Hauptstadt der DDR“) und dem Westteil der Stadt. Heute lassen sich noch Teile der Mauer an unterschiedlichen Orten in Berlin besuchen. Die Berliner Mauer zählt zu den Must See Erinnerungsorten und Sehenswürdigkeiten Berlins. Hier erhalten Sie Informationen sowie Tickets & Touren zur Berliner Mauer.

Berlin SehenswürdigkeitenBerliner Mauer: Symbol der Teilung Deutschlands und des Kalten Kriegs

Für viele Besucher ist es heute unvorstellbar, aber Berlin war lange Zeit in Ost und West geteilt. Circa 168 Kilometer Grenze mit einer Höhe von zwischen 3,40 und 4,20 m teilten Berlin.

1945, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, wurde Berlin, analog zu Deutschland als ehemalige Reichshauptstadt in vier Sektoren geteilt. Ab Sommer 1945 wurden erste Demarkationslinien zwischen den Besatzungszonen, die sogenannten „Zonengrenzen“ gezogen. Im Zuge des Kalten Krieges und durch die unterschiedlichen Gesellschaftssysteme – Kapitalismus einerseits und Kommunismus andererseits – gab es immer wieder Auseinandersetzung des Kalten Kriegs zwischen den westlichen Alliierten und der Sowjetunion. Aber insbesondere die Verhinderung von Flucht von ausgebildete junge Leute aus der sowjetischen Besatzungszone und der späteren DDR waren der Grund für den Bau. Denn es flohen von 1945 bis zum Bau insgesamt etwa 3,5 Millionen Menschen.

Bau der Berliner Mauer

Am 13. August 1961 wurde die Berliner Mauer als Grenzbefestigungssystem der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) erbaut. Der sogenannte „antifaschistischer Schutzwall“ wurde laut SED-Führung als Schutz vor der Bedrohung durch den Westen erbaut. Der Hauptzweck jedoch war die Verhinderung der Flucht aus der DDR in den Westteil.

Bereits am 03. August 1961 fiel dazu die Entscheidung in Moskau bei einer Besprechung zwischen Chruschtschow und Ulbricht. Die Umsetzung erfolgte in der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961. In dieser Nacht begann die DDR mit 5.000 Kräften der Schutzpolizei und der Volkspolizei-Bereitschaften sowie 4500 Angehörigen der Betriebskampfgruppen, die Straßen und Schienenwege nach West-Berlin abzuriegeln.

Todesstreifen

Seit 1960 galt in Fällen des „ungesetzlichen Grenzübertritts“ der Schießbefehl. Bei dem Versuch die Grenzanlagen in Richtung West-Berlin zu überwinden wurde über hundert Menschen getötet. Die Angaben schwanken hier. Die genaue Zahl der Todesopfer ist nicht bekannt. Jedoch gelang es auch noch nach dem Bau schätzungsweise 100.000 Bürgern der DDR, in den Westen zu flüchten.

Öffnung der Berliner Mauer

Im Zuge der der politischen Wende wurde am Abend des 9. November 1989 die Mauer geöffnet. Im Ergebnis ebnete der Mauerfall auch die Auflösung der DDR und führte gleichzeitig zur Wiedervereinigung Deutschlands.

Berliner Mauer heute Sehenswürdigkeit

Heute können Teile der Mauer in Berlin besichtigt werden. Unter anderem in der Gedenkstätte „Berliner Mauer“, welcher nun zentraler Erinnerungsort an die deutsche Teilung ist. Oder Sie besuchen das Denkmal East Side Gallery in Berlin-Friedrichshain. Diese dauerhafte Open-Air-Galerie auf dem längsten noch erhaltenen Teilstück der Mauer finden Sie in der Mühlenstraße zwischen dem Ostbahnhof und der Oberbaumbrücke entlang der Spree. Der Abschnitt wurde seit 1990 von 118 Künstlern bemalt.

Der Besuch des Freigeländes und des Besucherzentrums ist kostenlos. Es lohnt sich jedoch eine Führung zu nutzen um Wissenswertes zu erfahren.

Touren